Stereotaxie

Unter Stereotaxie (griech. stereo = beidseitig, taxieren = fixieren) versteht man eine Behandlungsmethode, die mithilfe von hochpräzisen räumlichen Informationen eine millimetergenaue Bestrahlung des Patienten ermöglicht. Dies besitzt den Vorteil, dass der Sicherheitsabstand zwischen gesundem und krankem Gewebe und somit auch die strahlungsbedingten Nebenwirkungen verringert werden können. Diese Technik geht auf die Arbeit des Neurochirurgen Lars Leksell zurück, dem Gründer des Geräteherstellers Elekta.

Eine punktgenaue bildgeführte Strahlentherapie mit chirurgischer Präzision wird auch Radiochirurgie genannt. Sie ist insbesondere bei kleinen und auch inoperablen Tumoren eine ideale Alternative zur OP mit kurzen Behandlungszeiten.

Dagegen stellt die stereotaktisch fraktionierte Strahlentherapie eine Behandlung dar, bei der die Strahlendosis auf mehrere Sitzungen verteilt wird.

Die Anzahl und Dosis der jeweiligen Bestrahlungen sind abhängig von der Tumorart und seiner Größe.

Neben vorrangig bösartigen Krebsgeschwüren können auch z. B. gutartige Gefäßveränderungen bzw. missbildungen stereotaktisch behandelt werden. Indikationen der Stereotaxie mit unserer TomoHD sind Hirntumoren, Akustikusneurinome (Vestibularisschwannome), Meningeome und Wirbelsäulentumoren; wichtige Indikationen der Stereotaxie mit dem Hochpräzisionsbeschleuniger Elekta Agility 160 MLC sind Lungentumoren und -metastasen sowie Leberkrebs.