IMRT/VMAT

Ein Tumor ist selten so geformt, dass er einer geometrisch klaren Form entspricht. Viel häufiger sind irreguläre komplexe Strukturen anzutreffen, die einen Strahlentherapeuten vor eine besondere Herausforderung stellen. Denn der Strahl muss zum einen starr und präzise das kranke Gewebe treffen, zum anderen aber auch die asymmetrischen Konturen des Tumors berücksichtigen.

Die IMRT (intensitätsmodulierte Radiotherapie) und VMAT (volumenmodulierte Radiotherapie) sind moderne Verfahren in der Strahlentherapie, die es gestatten, einen Tumor besonders aggressiv zu bestrahlen und gleichzeitig das umliegende gesunde Gewebe optimal zu schonen. Dies ist insbesondere bei sensiblen benachbarten Organen und Strukturen von Bedeutung wie etwa beim Rückenmark oder dem Gehirn. Mithilfe eines Multileaf-Kollimators passen sich bewegliche Lamellen während der Bestrahlung kontinuierlich den Spezifika des Tumors an – gleichgültig ob dieser geometrisch rund ist oder eine unregelmäßige Form besitzt.

Die VMAT ist eine Weiterentwicklung der IMRT, die die Behandlungszeit deutlich verkürzt. Das bedeutet eine enorme Entlastung für den Patienten, da z. B. für einen Kopf-Hals-Tumor statt wie bisher 15–20 min nur noch 2 min benötigt werden.

Selbst hochkomplexe Tumorstrukturen können so schnell und schonend behandelt werden bei gleicher Präzision der Dosisverteilung.

Abb.: VMAT-Plan für ein Ösophaguskarzinom

Während die TomoHD mit der helikalen IMRT arbeitet, die zusammen mit der integrierten Low-dose-CT den Tumor vor jeder Behandlung sichtbar macht und seine Lokalisation neu bestimmt (IGRT), ist die innovative VMAT in unseren beiden Hochpräzisions-Linearbeschleunigern Elekta Agility 160 MLC integriert.