Strahlentherapieverfahren

Im Jahr 2012 wurde unser DTZ um eine leistungsfähige Strahlentherapieeinrichtung für eine sichere und schonende Behandlungsform von gut- und bösartigen Erkrankungen erweitert. Für die Therapie stehen unseren Patienten 3 hochmoderne Geräte zur Verfügung: die TomoHD und zwei Elekta Agility 160 MLC. Alle Beschleuniger sind bildgeführte Strahlentherapiegeräte neuester Bauart, mit denen sowohl die Behandlung kleinster Erkrankungsstrukturen als auch die großflächiger Volumina möglich ist.

Die adaptive bildgeführte Strahlentherapie mit dem Elekta-Gerät bietet den Vorteil der Zeitersparnis, des hohen Patientenkomforts und der Präzision. Sie wird bei größeren Volumina zur effektiven Applikation einer ausreichend hohen Strahlendosis in einem kurzen Zeitraum eingesetzt. Mit der Elekta Agility 160 MLC können darüber hinaus viele gutartige Erkrankungen (Entzündungen des Bindegewebes und der Gelenke) behandelt werden.


Abb.: Elekta Agility 160 MLC

Überall dort, wo der Hochpräzisions-Linearbeschleuniger nicht die optimale Therapie bietet, wird er durch die helikale bildgeführte Strahlentherapie mit der TomoHD ergänzt, etwa in der Nähe hochsensiblen gesunden Gewebes wie auch für komplexere Strukturen.

Die medizinisch-therapeutische Strahlentherapie ist lokal auf das zu behandelnde Gebiet beschränkt und wird entweder wie bei einer Operation in einem Durchgang durchgeführt oder noch schonender auf mehrere Sitzungen verteilt.

Die Geräte sind offen, die Warte- und Behandlungsräume hell und freundlich eingerichtet. Außerdem ist der Patient zu jedem Zeitpunkt seiner Behandlung über eine Gegensprechanlage mit dem medizinischen Personal in Kontakt.

Mit den immer zielgenaueren Möglichkeiten der Strahlentherapie gewinnt die Präzisierung des kranken Gewebes erheblich an Bedeutung. Im DTZ werden vor der Bestrahlung die Planungs-CT, PET/CT, SPECT/CT, PET/MR oder SPECT/MR stets so durchgeführt, dass deren Daten auch optimal für die Therapie verwendet werden können, einschließlich besonderer Lagerungshilfen und des Laserpositionierungssystems. Die Bilder werden auf eine gemeinsame Plattform übertragen, die Ergebnisse anschließend im Team diskutiert und 1:1 für die Strahlentherapieplanung genutzt.


Abb: Planungsbild TomoHD

Darüber hinaus verfügt die Strahlentherapieeinrichtung über ein hochinnovatives Bestrahlungsplanungssystem mit der RayStation, das eine 4-dimensionale Bestrahlungsplanung, kürzere Behandlungszeiten und eine noch höhere Genauigkeit bei der Dosisberechnung ermöglicht.

Die gemeinsame Plattform und das innovative Bestrahlungsplanungssystem bieten das Potenzial, den Erkrankungsherd selbst mit einer hohen Dosis zu bestrahlen und dabei die Strahlendosis des gesunden Gewebes zu reduzieren. Weitere Vorteile sind die Vermeidung von Doppeluntersuchungen und Datenverlust.